Frau betrachtet nachdenklich verschiedene Tarotkarten

Tarot für Anfänger kann auf den ersten Blick ganz schön überwältigend wirken.
78 Karten. Große Arkana. Kleine Arkana. Schwerter, Kelche, Stäbe, Münzen…
Wenn du jetzt denkst: „Hilfe, ich wollte doch nur ein bisschen in mich reinschauen!“: Dann keine Sorge! Der Einstieg ins Tarotkartenlegen ist recht einfach, die Tiefe kommt dann mit der Erfahrung und dem Grad deines persönlichen Interesses. Tarot ist wie ein gutes Buch: Am Anfang wirken die vielen Kapitel vielleicht unübersichtlich, du verschaffst dir erstmal einen Überblick und liest quer durch die Seiten. Aber je öfter du darin liest, desto mehr erkennst du den roten Faden.

In diesem Beitrag findest du eine einfache Orientierungshilfe, wenn du ein neues Deck auspackst. In meinem Blog findest du viele weitere Hilfen für Tarot für Anfänger und Fortgeschrittene. Und wenn du nicht weiter weißt: Schreib gerne eine Frage in die Kommentare!


Tarot für Anfänger: Zwei große Gruppen, ein großes Abenteuer

Ein klassisches Tarotdeck besteht aus 78 Karten, die sich in zwei große Bereiche aufteilen:

Große Arkana Kleine Arkana
Anzahl 22 Karten 56 Karten
Themen Liebe, Veränderung, Entscheidungen, Neubeginn – die großen Lebensstationen Die kleinen Situationen und Themen des Alltags
Fragen Wer bin ich? Wo stehe ich gerade? Was lerne ich gerade über mich? Warum bin ich heute so ungeduldig? Was prägt gerade meinen Alltag?
Erkennungsmerkmal Römische Zahlen (I–XXI + Der Narr) Vier Farben: Stäbe, Kelche, Schwerter, Münzen
Die vier Farben 🔥 Stäbe – Energie, Wille, Ideen
💧 Kelche – Gefühle, Beziehungen, Intuition
⚔️ Schwerter – Gedanken, Konflikte, Entscheidungen
🪙 Münzen – Körperliches, Materielles, Sicherheit
Gefühl beim Ziehen „Da geht’s um was Wichtiges.“ Vertraut, alltagsnah, direkt greifbar

Breite erstmal deine Karten vor dir aus, sortiert nach großer und kleiner Arkana und lass die Bildsprache auf dich wirken. Welche Emotionen, Gedanken und Erinnerungen treten bei dir hervor?

Wenn du möchtest, kannst du dir einzelne Karten herausziehen und die klassische Bedeutungen nachschlagen. Alle Bedeutungen in Stichworten habe ich dir hier aufgelistet. Ganz bewusst nicht in diesem Artikel, um dich nicht mit Komplexität zu erschlagen. Denn: Musst du jetzt wirklich alle 78 Karten nachschlagen oder auswendig lernen? Kurz gesagt: Nein. Lang gesagt: Wenn du willst.

Hier die entspannte Wahrheit: Du musst Bedeutungen nicht nachschlagen oder auswendig lernen, denn du kannst Tarotkarten rein intuitiv lesen, wenn du möchtest. Tarot darf einfach ein Spiel mit deinen eigenen Eindrücken sein (Warum das gut klappt, findest du in diesem Beitrag.).

ABER: Viele Menschen merken mit der Zeit, dass ihnen Basiswissen hilft, ihre Gedanken anzuregen.
Und ja, es ist völlig in Ordnung, bei der Interpretation der Tarotkarten ein Deutungsbuch daneben zu legen! Manche Menschen merken sich die klassischen Bedeutungen der Karten nie richtig, andere lernen die klassischen Bedeutungen nebenbei fast automatisch. Dein Tempo ist dein Tempo. Niemand kontrolliert dich. Außer vielleicht dein innerer Perfektionist – aber der kann beruhigt werden: Beim Tarot gibt es keine Klassenarbeiten.


Tarot für Anfänger – Kleine Übung: Deine erste bewusste Kartenbegegnung

Wenn du Lust hast:
Zieh heute einfach mal eine Karte. Völlig ohne Anspruch, sie „richtig“ deuten zu müssen.

Frage dich:

  • Wo finde ich mich in diesem Bild wieder?
  • Welche Emotion löst die Karte in mir aus? (Ja, auch „Genervtheit“ zählt!)
  • Was könnte diese Szene über meinen Alltag oder mein Innenleben erzählen?

Notiere dir ein, zwei Gedanken dazu.
Und wenn du möchtest: Wiederhole das eine Woche lang und beobachte, was passiert.

Wenn Du weitergehen und mit drei Karten legen möchtest, findest du hier einen Blogpost.


Fazit: Tarot für Anfänger muss nicht kompliziert sein. Es darf lebendig sein.

Je mehr du Tarot wie einen Spiegel betrachtest – statt wie eine Geheimschrift –, desto leichter und freier wird dein Zugang. Und vergiss nie: Dein Deck ist kein Lehrer, der dich testet. Es ist ein Begleiter auf deinem eigenen, einzigartigen Weg.

Jetzt bist du dran!

Klingt 78 Karten für dich nach Abenteuer oder eher nach Überforderung?
Hast du schon eine Lieblingskarte (ja, auch wenn du erst drei kennst, zählt das!)?

Schreib’s mir in die Kommentare:

  • Welche Farbe (Stäbe, Kelche, Schwerter oder Münzen) spricht dich am meisten an?
  • Fühlt sich die Große Arkana für dich eher nach Hollywood oder deinem eigenen Lebensfilm an?
  • Welche Tarotfrage schwirrt dir gerade im Kopf herum?

Ich bin gespannt auf deinen Blick auf die Kartenwelt!

2 Gedanken zu „Tarot für Anfänger: Warum 78 Karten weniger kompliziert sind, als du denkst“

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